CORONA-Info: Thema Impfen

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Zustimmungserklärungen von Betreuern und Bevollmächtigten

Wenn Sie in diesen Tagen als Betreuer im Ehrenamt oder als Bevollmächtigte von den Heimen angesprochen werden, dass die Impfaufklärungsbögen des RKI von Ihnen zu unterzeichnen sind, dann bitte wir Sie folgendes zu bedenken:

  1. Jeder Patient entscheidet selbst, ob er sich impfen lassen möchte.
  2. Jeder Patient erhält persönlich die Impfaufklärung und ein persönliches Gespräch mit dem Impfarzt.
  3. Jeder Patient unterzeichnet den Aufklärungsbogen und die Einwilligungserklärung selbst.
  4. Niemand wird gezwungen, sich impfen zu lassen
  5. Betreuer und Bevollmächtigte unterzeichnen alleine nur für die Patienten, die vollständig geschäftsunfähig sind (Komapatienten, Analphabeten, Blinde, Körperbehindert mit mangelnder Schreibfähigkeit)
  6. Betreuer und Bevollmächtigte unterzeichnen gemeinsam mit den Patienten, wenn das Gedächtnis der Patienten oder das Auffassungsvermögen soweit eingeschränkt ist, dass es ggf. zu einer „falschen Auffassung" der Inhalte der Aufklärung und/oder einer Erinnerungslücke der Zustimmung kommen kann. Dies ist insbesondere bei Menschen mit fehlendem Kurzzeitgedächtnis, akuter Psychose und/oder Lernbehinderung der Fall.
  7. In der Prüfung, ob Sie der Impfung Ihres Betreuten/Angehörigen zustimmen oder nicht, sind die bisherige Verträglichkeit Ihres Betreuten/Angehörigen gegenüber Grippeschutzimpfungen sowie bestehenden Allergien zu bedenken.

Sollten Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns an: 0541.76018850

Elke Eilers und Stefanie Menke
- Fachberatung für Betreuungen und Bevollmächtigungen -